Einrichtungstipps für Flur und Diele

Bei der Einrichtung der eigenen vier Wände wird ein Zimmer gerne einmal etwas stiefmütterlich behandelt: Die Diele oder der Flur. Jener Bereich also, der kein wirklicher Raum ist und irgendwie „dazwischen“ liegt.

Zugegeben – lange halten wir uns hier meist nicht auf, ist der Flur oder die Diele doch eher ein Durchgangsbereich, den es lediglich zwangsläufig zu durchqueren gilt, wenn wir das Haus oder die Wohnung betreten oder verlassen. Doch das ist noch lange kein Grund, den Flur zu einem trostlosen kahlen Raum verkommen zu lassen!

Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, was Sie bei der Einrichtung Ihrer Diele oder Ihres Flurs beachten sollten.

Der erste Eindruck zählt

Etwas, das wir nur allzu schnell vergessen: die Diele ist kein bloßer Durchgangsbereich. Sie ist das erste, was Gäste zu Gesicht bekommen, wenn sie die Schwelle zu unserem Heim übertreten. Sie ist das Aushängeschild unseres Zuhauses.

Wenn wir jemanden besuchen und unser erster Blick fällt auf einen ungemütlichen, kargen, unordentlichen Raum, haben wir sofort ein eher negatives Bild im Kopf. Ist der Eingangsbereich allerdings freundlich und hell und noch dazu schön eingerichtet, fühlen wir uns sogleich wohl.

Und das gilt selbstverständlich nicht nur für Gäste: Heimkehren ist gleich um ein Vielfaches schöner, wenn uns hinter der Haustür eine hübsch eingerichtete Diele empfängt, statt nur ein liebloser Durchgangsbereich. Überlegen Sie also, welchen Eindruck Ihr Zuhause auf den ersten Blick machen soll.

Bitte recht freundlich

Einrichtung beginnt bei der Wahl des Farbkonzeptes. Vieles ist bei der Farbwahl abhängig vom persönlichen Geschmack, den wir Ihnen auch gar nicht ausreden möchten.

Allerdings gibt es eine einfache Faustregel, die gerade für die Farbgestaltung in Flur und Diele relevant ist: Man sollte sich nach Möglichkeit für helle oder warme Farben entscheiden.

Das können natürliche Holztöne ebenso sein wie Weiß und Grau oder auch ein kräftiges warmes Rot oder Braun. Helle Farben lassen den Raum größer und freundlicher wirken, warme Farben sorgen für ein angenehmes Gefühl der Gemütlichkeit und des Willkommenseins.

Ins richtige Licht gerückt

Fast ebenso wichtig wie die Farbgebung ist die Beleuchtung von Flur und Diele.

Die hellsten und freundlichsten Farben nutzen Ihnen nichts, wenn der halbe Flur in diffusem Dämmerlicht liegt und eine einzige kalte Energiesparlampe für spärliche Beleuchtung sorgt. Genau so unschön wirkt es allerdings, wenn Sie zu viel grellweißes kaltes Licht im Flur haben.

Am Besten überlegen Sie im Vorfeld, welche Bereiche von Flur oder Diele besonders ausgeleuchtet werden sollten (beispielsweise direkt vor dem Garderobenspiegel) – mehrere verteilte Lichtquellen ergeben eine angenehmere und harmonischere Beleuchtung als eine einzelne Lampe.

Die Möbel

Ein Flur lebt natürlich nicht von Licht und Farbe allein. Entscheidend sind vielmehr die Möbel, die Sie für Ihren Eingangsbereich auswählen.

Hierbei spielt vor allem die Größe Ihrer Diele eine wichtige Rolle. Bei kleineren Räumen ist es empfehlenswert, sich auf wenige platzsparende Möbel zu beschränken. Ist Ihre Diele etwas geräumiger, können Sie natürlich auch mehr Möbel darin unterbringen.

Wichtig ist jedoch auch hierbei wieder, dass die Möbel stilistisch und farblich zum restlichen Konzept des Flurs passen.

Ordnung an der Garderobe

Ein häufig auftretendes Problem im Flur oder in der Diele geht von der Garderobe aus.

Sie kennen das – ein riesiger Wust an Jacken und Mänteln hängt dort, daneben im Schuhregal stapeln sich Sandalen über Halbschuhen und Stiefeln. Dass ein solches Klamottenchaos auch dem schönsten Flur nicht guttut, bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.

Um dieser Chaosquelle Herr zu werden empfiehlt es sich beispielsweise, den Großteil der Schuhe und Jacken eben nicht an der Garderobe im Flur aufzubewahren. Schuhe, die wir selten tragen – beispielsweise schicke Abendschuhe oder auch die klobigen Wanderschuhe – müssen keineswegs jederzeit griffbereit im Schuhregal im Flur stehen. Diese Schuhe können Sie getrost in einer separaten Kommode aufbewahren. Ebenso verhält es sich mit den Jacken und Mänteln. Selten tragen wir mehr als zwei Jacken regelmäßig zur gleichen Zeit. In den warmen Sommermonaten kann der Wintermantel getrost in den Kleiderschrank auf dem Dachboden umziehen.

So wirkt Ihre Garderobe direkt viel „abgespeckter“ und weniger chaotisch – zudem machen Sie Platz für Schuhe und Jacken Ihrer Gäste.

Auch wenn er vermutlich der seltenste genutzte Raum des Hauses ist: Unterschätzen Sie die Bedeutung Ihres Eingangsbereichs nicht. Mit den richtigen Einrichtungstipps können auch Flur und Diele zu freundlichen, einladenden Räumen werden.

Bilder: Manhattan, MCA, RMW, Voss

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