Schule, Uni, Büro & Co. – 5 Tipps für lange Schreibtischtage!

Wer kennt sie nicht, die langen Schreibtischtage? Ob ein riesiger Berg Hausaufgaben für die Schule, Büffeln für die nächste Klausur in der Uni oder mal wieder ein besonders langer Tag im Büro, der scheinbar einfach nicht zu Ende gehen will: Manchmal scheint es wie verhext und wir kommen gar nicht mehr vom Schreibtisch weg.

Rasch macht sich dann Unkonzentriertheit breit, Nackenschmerzen quälen uns und der Blick auf Buch oder Bildschirm wird glasig. Dabei kann man mit ein paar einfach Tricks auch über längere Zeit die Konzentration aufrechterhalten und so dafür sorgen, dass auch der längste Schreibtischtag letztendlich wie im Flug vergeht.

Ausreichend Schlaf

Viele Menschen schlafen schlecht oder zu wenig – das ist keine großartige Neuigkeit. Und was kann es schlimmeres geben, als unausgeschlafen und müde in einen langen Arbeitstag zu starten? Da heißt es vorbeugende Maßnahmen ergreifen!

Jeder Mensch braucht unterschiedlich viel Schlaf – manche brauchen ihre neun Stunden, um sich ausgeschlafen zu fühlen, andere sind schon nach nur sechs Stunden topfit.

Sie selbst wissen am besten, wie viele Stunden Sie mindestens brauchen, um ausgeruht zu sein. Und diese Zeit zum Schlafen sollten Sie sich auch nehmen. Also egal wie spannend der Film im Fernsehen oder das aktuelle Buchkapitel auch ist: Gehen Sie früh genug ins Bett.

Verzichten Sie außerdem darauf, kurz vor dem Schlafen noch einmal auf Ihr Handy zu schauen. Smartphones geben sogenanntes „Blaulicht“ ab – das hat nichts mit Polizei oder Krankenwagen zu tun, sondern bedeutet schlichtweg, dass das abgegebene Licht eines Handydisplays überwiegend Licht aus dem blauen Spektrum abgibt. Das strengt unsere Augen an und lässt das Gehirn unruhig werden, was wiederum dazu führen kann, dass wir mit Schlafstörungen zu kämpfen haben.

Wenn Sie vor dem Schlafengehen noch einen kleinen Absacker brauchen, greifen Sie lieber auf ein Buch zurück und achten Sie darauf, dass Ihre Nachttischlampe eher warmes, gelbliches Licht hat.

Regelmäßiges Wechseln der Bettwäsche hilft ebenso gegen Schlafprobleme. Zudem sollten Sie darauf verzichten, morgens Ihr Bett zu machen – besser ist es, die Bettwäsche über den Tag gut auslüften zu lassen. Anstatt die Bettdecke zu falten, können Sie sie also beispielsweise aus dem Fenster heraushängen oder über einen Stuhl legen, damit sie etwas auslüften kann.

Viel trinken

Mangelnde Konzentration hängt häufig mit Flüssigkeitsmangel zusammen. Im schlimmsten Fall können wir von einem zu starken Flüssigkeitsmangel sogar Kopfschmerzen bekommen. Daher ist es wichtig, ausreichend zu trinken – und zwar am besten Wasser. Wer es gerne mit Geschmack mag, für den sind Tee oder stark verdünnte Obstsäfte eine mögliche Alternative.

Bei Wasser empfiehlt es sich zudem, auf Leitungswasser statt Flaschenwasser zurückzugreifen. Die Qualität des Leitungswassers ist in Deutschland sehr gut – teilweise sogar besser als die von Flaschenwasser. Außerdem ist Wasser aus der Leitung um ein Vielfaches günstiger als aus der Flasche: ein Liter Leitungswasser kostet in etwa 0,2 Cent, wohingegen Flaschenwasser aus dem Supermarkt zwischen 19 und 50 Cent pro Liter kostet. Es ist also deutlich günstiger, sich eine wiederauffüllbare Sportflasche mit Leitungswasser zu füllen, als eine PET-Wasserflasche aus dem Supermarkt mitzunehmen.

Wer es gerne sprudelig mag, kann sich sein Leitungswasser auch selbst frisch mit Kohlensäure versetzen. Geräte wie Soda Stream machen es uns hier leicht.

So oder so gilt aber: ausreichend viel trinken ist wichtig! Am besten geht das häufig und in kleinen Schlucken, dann bleibt möglichst viel Flüssigkeit auch wirklich im Körper.

Ablenkung vermeiden

In Zeiten von Großraumbüros und Social Media ist die Liste der möglichen Ablenkungen groß. Darunter leidet letztendlich unsere Konzentration. Wer hat sich nicht schon mal dabei erwischt, wie die eigenen Gedanken immer wieder abdriften oder man einen Satz drei- oder viermal lesen muss, bis man seinen Inhalt tatsächlich verstanden hat? Deshalb ist es wichtig, Ablenkungen so weit wie möglich zu vermeiden.

Dafür sollte man nach Möglichkeit ein eigenes Zimmer zur Verfügung haben. Wenn außer Ihnen selbst niemand im Raum ist, kann Sie auch niemand ablenken. Ein „Bitte nicht stören!“-Schild an der Tür kann hilfreich sein, um sich wirkliche Ruhe- bzw. Arbeitsphasen freizuschaufeln, insbesondere wenn sich noch weitere Personen im Haushalt oder dem Büro aufhalten.

Falls Sie das Los eines Großraumbüros gezogen haben, gibt es andere Möglichkeiten, äußere Einflüsse so weit wie möglich auszublenden. Eine Möglichkeit ist es, Musik über Kopfhörer zu hören. Welche Art von Musik Sie hören ist dabei von Ihnen abhängig – der eine braucht schmissigen Rock, der andere bevorzugt atmosphärische Ambiente-Musik oder Klassik. Was auch immer Ihnen hilft, die Außenwelt auszublenden und sich auf Ihre Arbeit zu konzentrieren, ist richtig.

Doch nicht für jeden ist Musik hilfreich. Manche Menschen benötigen Stille, um sich wirklich konzentrieren zu können. In diesem Fall sollten Sie dafür sorgen, dass wirklich jede Quelle störender Nebengeräusche beseitigt wird. Dazu können auch solche Kleinigkeiten wie das Ticken einer Uhr oder das Plätschern eines Zimmerbrunnens zählen. Im Zweifel eliminieren Sie die Geräuschquelle vorübergehend – nehmen Sie die Batterien aus der Uhr und ziehen Sie den Stecker des Zimmerbrunnens.

Frische Luft

Gute Nachrichten für alle Frischluftfanatiker: Sie sind auf dem richtigen Dampfer!

Unser Gehirn braucht Sauerstoff, um richtig funktionieren zu können und der muss schließlich von irgendwo herkommen. Oftmals merken wir gar nicht, wie die Luft im Raum über Stunden hinweg immer schlechter und abgestandener wird – erst wenn wir das Fenster öffnen, merken wir den Unterschied zur frischen Luft, die nun von draußen hereinströmt.

Wenn das Wetter und die Umgebung es zulässt ist es deshalb am besten, bei offenem Fenster zu arbeiten. Lassen die Umstände es nicht zu (wenn sich beispielsweise eine laute Straße direkt vor dem Fenster befindet oder aber das Wetter nicht mitspielt) sollten Sie zumindest einmal pro Stunde für ein oder zwei Minuten das Fenster öffnen und ein paar tiefe Atemzüge nehmen, um Ihr Gehirn wieder auf Touren zu bringen. An heißen Sommertagen, wenn man die Hitze möglichst draußen lassen möchte, können Sie alternativ auch einfach hin und wieder kurz vor die Tür gehen, um frische Luft zu schnappen – mag sie dann auch heiß und drückend sein.

Bewegung

Ganz grundsätzlich gilt: Regelmäßige Bewegung und Sport sind gut und wichtig für die Gesundheit. Doch auch um Ihre Konzentrationsfähigkeit zu steigern kann Bewegung sehr hilfreich sein.

Wenn möglich sollten Sie versuchen, jeden Tag vor der Arbeit oder der Schule ein wenig Sport zu treiben, beispielsweise eine halbe Stunde joggen gehen oder aber zehn Minuten Yoga machen.

Doch auch während der Arbeitszeit tut Bewegung gut! Nutzen Sie Ihre Pausen nicht nur dazu, etwas zu essen, sondern auch, um sich ein wenig zu bewegen. Eine kurze Yoga-Einheit in der Mittagspause macht Sie wieder fit für den Nachmittag. Alternativ können Sie auch einfach einen kurzen Spaziergang machen und sich ein wenig die Beine vertreten.

Während der Zeit am Schreibtisch kann beispielsweise ein Gymnastikball als Ersatz für den Schreibtischstuhl ebenfalls förderlich wirken. Oder aber Sie investieren in einen höhenverstellbaren Schreibtisch, der es Ihnen erlaubt, zwischen stehender und sitzender Position zu wechseln.

Egal, ob Sie an Ihrer nächsten Hausarbeit schreiben oder einen Stapel Akten für den Chef abarbeiten - mit diesen fünf Tipps überstehen Sie auch die längsten Schreibtischtage!

Bilder: Germania, Hartmann, Wellemöbel

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